Norwegen 2010

Freiheit, wer sucht sie nicht ab und zu... Die Definition von Freiheit jedoch liegt in der Sichtweise jedes Einzelnen. In unserem Fall bedeutete die Freiheit auf dieser Reise den norwegischen Rondane-Nationalpark zu Fuss zu erkunden. Die scheinbar endlose Weite in einer beinahe menschenleeren Landschaft.

Nach ein paar Tagen Oslo machten wir uns mit dem Zug auf in Richtung Otta, dann von da aus weiter mit dem Taxi nach Hovringen. Nach einer gemütlichen Nacht im Hovringen Fjellstue marschierten wir los in Richtung Norden. Das Wetter war nicht gerade grandios, jedoch hielt es bis kurz vor Schluss. Fazit des erstenTages: 24.5 Km, 10h50min. Keine Person angetroffen.

Der nächste Morgen war dann weniger prickelnd. Regen, und alles andere als warm (rund 10 Grad). Der Weg führte uns über einen Pass, der mit Steinlawinen übersäht war. Der Regen hielt an und die Temperatur fiel auf geschätzte 5 - 6 Grad. Dazu gesellte sich ein Wind, der die gefühlte Temperatur auf den Nullpunkt setzte. Ziel war Doralseter. Fazit von Tag 2: 13.8 Kilometer, 7h15min, Regenhosen die den Namen nicht verdienten und entsprechend nass-kalte Unterhosen. Glücklicherweise verfügte die Hütte da über einen Trockenraum.

Tag drei führte uns dann bei herrlichem Wetter über grandiose Landschaften. Der Rondane-Nationlpark wurde durch die Gletscher auf der Nordseite geschliffen, weshalb die Südseite der Berge einiges schroffer ausfällt. Am Ende der Etappe sollte eine Fährüberfahrt über den Rondvatnet, den Namensgeber des Rondane-Nationalparks, den Abschluss bilden. Leider war die Fähre nicht einsatzbereit und wir mussten den extrem steilen Weg über den Berg nehmen. Die Aussicht war dafür sensationell und die Campingwiese bei Rondvassbu der Hit. Fazit von Tag drei: 17.5 Km, 9h15min, traumhaftes Wetter, angenehme Temperaturen, einzig die 4 Stunden über den Berg hatten wir als 30 Min. Bootsfahrt eingerechnet.

Rondvassbu war dann auch der perfekte Ort, um eine Pause einzulegen. Geschundene Hüften und Oberschenkel konnten sich wieder ein wenig regenerieren. Einzig ein etwa zweistündiger Ausflug ohne Gepäck stand auf dem Programm.

Am fünften Tag wollten wir dann wiederum einen nicht allzu heftigen Marsch absolvieren. Ziel war die Peer Gynt Hytta, bzw. deren Campingwiese. Da eingetroffen mussten wie feststellen, dass wir zwei Tage zu früh waren und die Hütte noch nicht geöffnet hatte. So mussten wir wieder eine Planänderung in Kauf nehmen und gingen gleich weiter nach Smuksjoseter. Da ist auch der Entscheid gefallen, aufgrund des vorzeitigen verlassens des Nationalparks noch einen Abstecher nach Trondheim zu tätigen. Mehr dazu gleich unten. Fazit des fünften Tages: 14.5 Km, 5h13min, mit Schlussspurt, um nicht noch in den Regen zu gelangen.

Zusammenfassung der Tour: 70.24 Km, 32h33min, 5875 kumulierte Aufstiegsmeter

Wie angetönt nahmen wir dann in Otta den Zug nach Trondheim. In Trondheim angekommen mussten wir uns erst mal nach einem Hotel umsehen. Danach konnten wir während drei Tagen die Stadt erkunden ehe wir den Flieger zurück nach Oslo nahmen.

Die Fotos dazu gibt's in der Gallery und die GPS-Daten sind bei den GPS-Links abrufbar.