Belgrad & Montenegro 2010

Wie kommt man eigentlich auf die Idee, nach Serbien und Montenegro zu gehen, wenn man selber keinerlei Bezug dazu hat? Na, in meinem Fall ganz einfach, da mein Freund Darko seine Wurzeln da hat. Und als er uns in die Wohnung seiner Mutter in Montenegro einlud, musste ich nicht zwei mal überlegen. Dazu noch zwei Nächte in Belgrad, das liegt ja gleich auf dem Weg. Gesagt, getan - gebucht, geflogen. Mit dabei, unsere besseren Hälften ("besser" ist natürlich Ansichtssache, aber es dient des Hausfriedens Wille).

Der erste Eindruck von Belgrad während der Fahrt mit dem Taxi vom Flughafen zum Hotel war nicht gerade atemberaubend. Ich fühlte mich etwa 10 Jahre zurückversetzt. Aber nicht gleich den Kopf in den Sand stecken, da muss mehr sein! Und kam mehr. Viel mehr! Die Schönheit konzentriert sich stark auf die Altstadt mit der angrenzenden Burg Kalemegdan. Interessant ist es jedoch auch ausserhalb. Zu erwähnen wären da die Serbische Version der Sagrada Familia, die Sveti Sava. Eine Kirche als never-ending Projekt. Oder diese Sackgasse direkt am Fluss Sava wo sich über rund 500 Meter ein hippes Restaurant ans andere reiht. Das Erlebnis wird gesteigert durch die Möglichkeit, an jeder Ecke einen Kaffee und ein paar Gläser Slivovica ergattern zu können.

 

Nach den erwähnten zwei Nächten ging es für uns weiter nach Tivat in Montenegro. Der Anflug bei gutem Wetter gehört zur unbergesslichen Sorte. Von Serbien her über das Orjengebirge, ganz tief natürlich, raus aufs Meer, eine kurze 180 Grad kehre und wieder Richtung Gebirge. Als krönender Abschluss in die Ausläufer eines Fjords hinein um dann im letzten Moment in Richtung Landebahn abzudrehen... Herrlich!

Unser Ziel, Herceg Novi, befindet sich im Norden direkt an der kroatischen Grenze. Ein kleines Dorf, welches langsam vom Tourismus entdeckt werden zu scheint. Auch hier hinkt die Infrastruktur dem Bedarf zwar noch hinterher, aber die Aufholjagd hat begonnen. Die Voraussetzungen stimmen. Im Rücken das Orjengebirge, vorne das Meer. Perfekt für Aktive, aber auch für Strandgänger. Oder beides zusammen. Zudem nahe gelegen an der Bucht von Kotor, einem UNESCO Weltkulturerbe. Weitere Tagesausflüge beinhalten den Lovcen Nationalpark und Budva, einem der Drehorte aus James Bond - Casino Royale. Keine Zeit hatten wir dann leider für den Ausflug ins kroatische Dubrovnik. Aber für die Sehenswürdigkeiten lass ich lieber die Fotos (clicky) sprechen.

Abschliessend gibt muss ich sagen, dass ich von Belgrad und vorallem Montenegro positiv überrascht war. Ein Revival ist geplant, wenn auch noch kein Datum steht.

Links:
Fotos
GPS-Daten Wanderung